Dieser Artikel hat michAnfang 2009 auf BOWTECH aufmerksam gemacht:

 

Die Bowen-Methode

Sanfte Griffe zur Anregung der Selbstheilungskräfte

 

Die Bowen-Methode ist eine aus Australien stammende ganzheitliche Muskel- und Bindegewebetechnik, die durch spezielle Griffe an bestimmten Körperstellen den Energiefluss anregt und zur Entspannung der Muskeln und Harmonisierung des Nervensystems führt. Seit mehr als 40 Jahren erfolgreich angewandt bei Beschwerden wie Verkrampfungen, Rückenschmerzen, Schulter-Nacken-Verspannungen und vielem mehr besticht diese sanfte Körpertherapie durch ihre Einfachheit und Effektivität. Der Australier Tom Bowen, der Begründer der Bowen-Methode, auch „Bowtech“ genannt, war davon überzeugt, dass Funktionsstörungen des Körpers aus Störungen im Gewebe resultieren, so dass die Lebensenergie, das Chi, nicht richtig fließen kann. Diese Erkenntnis veranlasste ihn, die Bowen-Technik zu entwickeln, die mit minimalem Eingreifen imstande ist, den Energiefluss im Körper anzuregen und die körpereigenen Ressourcen zur Selbstheilung zu aktivieren. Einfache Griffe mit großer Wirkung Eine Bowtech-Anwendung besteht aus einer Reihe genau definierter, präziser Griffe an bestimmten Körperbereichen (Muskeln, Muskelfaszien, Sehnen und Bändern) und aus kurzen, etwa zwei- bis fünfminütigen Regenerationspausen. Diese schmerzfreien Griffe, die mit den Daumen und übrigen Fingern sanft auf der oberen Gewebeschicht und quer zum Muskelfaserverlauf ausgeführt werden, reichen nicht tiefer als bis zur Muskelhaut oberflächlicher Muskeln und zum oberflächlichen Bindegewebe. Der Behandlung voraus geht neben der Ermittlung einer Diagnose auch ein Erspüren des Informationsflusses zwischen den behandelnden Händen und dem zu behandelnden Gewebe/Organismus/Mensch. So können am ehesten die notwendigen Griffe und Impulse erfolgen, die dem Klienten zur Selbstregulation verhelfen. Die meisten Griffe werden entweder am Ursprung, am Ansatz oder am Muskelbauch durchgeführt. Über die dort sitzenden Golgi-Sehnenorgane (Sinnesorgane der Tiefensensibilität, sie befinden sich am Übergang zwischen Muskel und Sehne) erhält das Nervensystem Informationen über den Spannungszustand, die Länge und Dehnung des Muskels- und Sehnengewebes. Diese Rezeptoren werden während der „Herausforderung“ und des Rollens des Bowen-Griffes stimuliert.

Die Griffe decken sich in der Regel mit Akupunkturpunkten und einige überqueren sogar zwei oder drei Meridiane auf einmal. Akupunktur-Anwender haben die Indikationen und Wirkungen von Bowen-Griffen mit den entsprechenden Akupunkturpunkten in Beziehung gesetzt. Sie berichteten auch von der sofortigen Veränderung im Akupunktur-Puls in Verbindung mit Bowen-Griffen. Das Überlappen der beiden Systeme könnte die starke energetische Komponente der Bowen-Technik und ihre Auswirkung auf die inneren Organe erklären. Wo es zu einer Über- oder Unteraktivität der Funktion bestimmter Organe gekommen ist, führt die Methode zu einer harmonisierenden und ausgleichenden Wirkung. Einige Bowen-Griffe decken sich auch mit anerkannten Trigger-Punkten.* Indem diese Trigger-Punkte geklärt werden, wird der damit zusammenhängende Schmerz gemindert und die Gelenkbeweglichkeit und Muskelkoordination verbessert. Nach jeder Griff-Folge macht der Behandler eine Pause von einigen Minuten und verlässt den Behandlungsraum, um dem Körper die notwendige Zeit zu geben, die Information aufzunehmen und zu verarbeiten. Um es an einem Beispiel zu erklären: Man stelle sich vor, man wirft einen Stein auf eine ruhige Wasseroberfläche, dadurch entsteht eine Welle, die sich ausbreitet. Etwa diese Zeit benötigt der Körper zur Verarbeitung der gesetzten Impulse. Bowtech ist durch leichte Kleidung hindurch problemlos durchführbar und dauert durchschnittlich 45 bis 60 Minuten. In den meisten Fällen wird schon nach der ersten Behandlung eine deutliche Verbesserung der Symptome verspürt. Eine genaue Anzahl an Anwendungen lässt sich im Vorfeld jedoch nicht bestimmen, da jeder Körper anders reagiert. In der Regel reichen aber schon einige Anwendungen, um das Problem gänzlich zu beseitigen. Eine wichtige Besonderheit ist der Anwendungsrhythmus: Zwischen den Sitzungsterminen sind fünf bis zehn Tage behandlungsfreie Zeit vorgeschrieben. Der optimale Folgebehandlungstag ist der siebte Tag. Angenehme und sanfte Körpertherapie Die Anwendungen mit Bowtech-Griffen wirken entspannend auf den ganzen Körperbereich und bringen diesen wieder ins Gleichgewicht. In diesen Entspannungszustand versetzt, beginnt er seine eigenen Kräfte aus sich heraus selbst zu aktivieren. Die Bowtech-Griffe lösen einerseits einen positiven Energiefluss im Körper aus, reflektieren diese Energie aber wiederum auch ganz gezielt an anderer Stelle. Schon einzelne Griffe können diese positiven Effekte auslösen, die volle Wirkung wird jedoch erst durch eine komplette Serie von Griffen während einer Bowtech-Anwendung erreicht. Um ein positives Ergebnis zu erzielen, werden während einer Anwendung in der Regel nur einige wenige Griffserien benötigt. Dies macht Bowtech zu einer sehr angenehmen und sanften Anwendungsmethode – sowohl für den Anwender als auch für den Klienten. Den Erfolg dieser Methode, die sehr effektiv bestimmte körpereigene Prozesse unterstützen hilft, belegen inzwischen viele positive Berichte von Klienten, Ärzten und Therapeuten weltweit. Wie die Bowen-Methode entstanden ist Thomas Ambrosius Bowen wurde 1916 in Australien geboren. Als guter Sportler verbrachte er viele Stunden am Sportplatz, wo er Masseure bei ihrer Arbeit beobachtete. Er begann schließlich selbst, verletzte Sportler zu betreuen. Sein anatomisches Wissen bezog er aus Büchern und entwickelte seine einzigartige Technik durch Intuition und unermüdliches Experimentieren. Im Jahre 1974 lud Tom Bowen das Ehepaar Oswald und Elaine Rentsch für die nächsten zweieinhalb Jahre zum Studium seiner Behandlungstechnik ein. Bis dahin führte er weder Notizen noch graphische Darstellungen über seine Behandlungsmethode. Unter seiner Führung beobachteten und dokumentierten die Rentsches die Bowen-Technik. Anschließend wurde diese Dokumentation von Tom Bowen selbst und auch von seiner Assistentin Rene Horwood, anerkannt und als wahrheitsgetreue Wiedergabe der Bowen-Technik autorisiert.

Tom Bowen starb 1982 und hinterließ seinem Schüler Oswald Rentsch das Erbe der Bowen-Technik. 1987 gründete dieser mit seiner Frau Elaine die „Bowen Therapy Academy of Australia“ und nannte die Technik „Bowtech – die Original Bowen Technik“. Von diesem Zeitpunkt an verbreitete sich die Bowen-Technik weltweit. Für jeden geschaffen Da jeder menschliche Körper über ein großes Potential an eigenen Kräften verfügt, ist die Bowen-Methode von der Geburt bis ins hohe Alter sowie unabhängig von der Grundkonstitution eines Klienten nahezu uneingeschränkt anwendbar. Der körpereigene Prozess kann so gefördert und beschleunigt werden. Die positive Wirkung erstreckt sich aber nicht nur auf die körperliche, sondern auch auf die emotionale und geistige Ebene des Klienten. Die Technik unterstützt darüber hinaus hervorragend die Linderung einer Schmerzsymptomatik und trägt zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens in jeder Lebenslage bei. Sie dient bei regelmäßigen Anwendungen der Gesundheitsvorsorge und Gesunderhaltung und kann in besonderen Lebensumständen, wie zum Beispiel einer Schwangerschaft oder bei Sportlern als großartige Unterstützung zur Leistungserhaltung und -steigerung beitragen.

Als kleine Übersicht soll auf verschiedene Behandlungsmöglichkeiten hingewiesen werden:
1. Bewegungsapparat:
Wirbelsäule, Nacken, Kreuzbein, Schulter, Arm, Ellenbogen, Hand, Becken, Oberschenkel, Knie, Fuß.
2. Organe:
Magen, Darm, Niere, Leber, Galle und alle weiteren Bauchorgane, Haut, Atemwege.
3. Herz- und Kreislauf
4. Begleitung in Schwangerschaft und Wochenbett (Mastitis).
5. Sportler
6. Behinderte
7. Positive Beeinflussung der Psyche aufgrund der entspannenden Impulse.
8. Empfehlenswert bei:

Migräne, Kopfschmerzen, Schleudertrauma, Asthma, Heuschnupfen, Allergien, Gelenkschmerzen, Tennisellbogen, Nackensteifheit, Rückenschmerzen, Skoliose, Schiefhals, Frozen Shoulder, Ischiasproblemen, Beckenschiefstand, Beinlängendifferenz, Menstruationsbeschwerden, Unfruchtbarkeit, Stress, Verspannungen, Schlafstörungen, Erschöpfungszuständen, Karpaltunnel-Syndrom, Schmerzen durch Hammerzehen oder Hallux valgus, Arthrose, Müdigkeitssyndrom, Depression, Fibromyalgie, Verdauungsprobleme, Tinnitus, Zähneknirschen, Bettnässen, Störung des Lymphflusses (Ödeme).


Eine gewissenhafte differentialdiagnostische Abklärung ist Voraussetzung für eine seriöse Behandlung.

Bei schweren und chronischen Erkrankungen kann die Bowen-Technik begleitend eingesetzt werden, um die Symptomatik zu lindern und die Selbstheilungskräfte zu stimulieren. Worauf ist die Wirkung der Bowen-Methode zurückzuführen? Die tatsächliche Wirkungsweise von Bowtech ist bislang nicht eindeutig geklärt. Ein möglicher Erklärungsansatz ist, dass der Körper veranlasst wird, sein Zellgedächtnis umzustimmen, um seine natürlichen, gesunden Grundzustand wieder herzustellen. Besteht beispielsweise eine Schmerzsituation über einen längeren Zeitraum hinweg, verhärten nicht nur die Muskeln, sondern die umliegenden Faszien verkleben zusätzlich – eine weitere Schutzfunktion. Dadurch entsteht ein Bewegungsverlust nicht nur am Punkt des Schmerzes, sondern auch in den umliegenden Geweben, und die Durchblutung wird gestört. Diese Reaktion kann auch dann noch bestehen, wenn der Ursprungsdefekt nicht mehr vorhanden ist, weil Faszien über ihr Erinnerungsvermögen die alte Verletzungsposition beibehalten.

Mit jedem Bowtech-Griff werden dann die Faszien mit geringer Kraft irritiert. Wird nun diesem Reiz genügend Zeit gelassen, seine Informationen auf dem bereits beschriebenen Weg an den Thalamus im Zwischenhirn weiterzuleiten und dort zu verarbeiten, erfolgt die Rückmeldung „kein Schmerz“. Der Körper reagiert mit Entspannung, das Bindegewebe wird weicher und die Faszien-Verklebungen lösen sich. Dadurch erhalten die muskulären Strukturen wieder eine bessere Beweglichkeit. Die Durchblutung wird verbessert, die Nerven regenerieren sich, die Lymphe kann wieder ungehindert fließen. Auf Grund dieser reflektorischen Entspannung nähern sich mit der Zeit sämtliche Körperfunktionen wieder ihrem Optimalzustand. Myogelosen, Verkrampfungen und Schonhaltungen werden somit überflüssig. Bowtech ist für jeden Konstitutionstyp gleichermaßen geeignet und spricht sowohl muskuläre und funktionelle wie auch psychologische Probleme erfolgreich an. Der Anwendungserfolg gilt gleichermaßen für akute wie für chronische Probleme und dient grundsätzlich auch vorbeugend dem Erhalt der Gesundheit. Ausbalancieren des Autonomen Nervensystems Möglicherweise hat die Bowen-Technik dort, wo die Selbstheilungsmechanismen des Körpers gesteuert werden, den tiefsten und wichtigsten Einfluss. Das Autonome (eigenständige) Nervensystem (ANS) kontrolliert über 80 Prozent der Körperfunktionen und ist sehr empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Die meisten Menschen leben heutzutage in einem fortwährenden Stresszustand und der Sympathikus als Teil des ANS wird ständig überreizt. Selbstheilung findet statt, wenn das ANS vom Sympathikus auf den Parasympathikus „umgeschaltet“ wird. Die Bowen-Technik scheint diese Umschaltung zu fördern; während der Behandlungen schlafen Patienten oft ein oder sind in einem tiefen Entspannungszustand. Das letztendliche Ziel ist eine wohltuende Ausgeglichenheit dieser zwei Anteile des ANS. Die Bowtech-Anwendung kann als ausschließliche Behandlungsmethode eingesetzt werden. Sie wird aber auch gerne von Ärzten und Angehörigen der Heil- und Pflegebereiche wie praktischen Ärzten, Zahnärzten, Physiotherapeuten, Krankenschwestern, Hebammen und Heilpraktikern als unterstützende Behandlungsmethode angewandt.

 

Herbert Spatz, Heilpraktiker, Mespelbrunn

(mit freundlicher Genehmigung des Autors)

NATUR & HEILEN / Archiv www.natur-und-heilen.de 

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